Samstag, 21. November 2009

Schreibfaul

Zu Beginn möchte ich mich, wenn auch ein wenig spät, bei allen für die freundlichen Wünsche zu meinem Wiegenfeste bedanken.

Sogar von Germanys next (political) Topmodel kamen Glückwünsche per sms

Eigentlich sollte die Ehre an diesem Tag den Müttern gebühren, da sie die ganze Arbeit hatten, aber so funktioniert es nunmal nicht in unserem Kulturkreis.
Ich kann es gar nicht fassen, dass ich schon 25 +/- bin ;-) aber wer zählt schon?
Wer was anderes behauptet lügt!!!

Im Moment fällt es mir schwer die Motivation für einige Zeilen zu finden und auch der Auslösefinger für die Kamera lahmt.

Das von Tom und mir in Angriff genommene Projekt wurde pünktlich zu Halloween fertig. Danke an alle Helfer.

Zur Feier des Tages wurde auf traditionelle Tänze nicht verzichtet

Der beliebte Fischkopfwettbewerb fand auch dieses Jahr statt - Im Finale Ela und Mecki


Während der Fahrt fällt mir immer furchtbar viel ein was ich schreiben könnte, doch bei Schichtende hat ein lecker Abendessen und ein wenig Video schauen Vorrang.
Am Wochenende gibt es gleichermaßen viel zu tun und so wird die Zeit für den/das Blog ein wenig knapp.

Vielleicht quatsche ich in Zukunft meine Überlegungen während der Fahrt auf Band um sie bei Gelegenheit niederzuschreiben... wer weiß?

TO und ich können uns höchstens über zuviel Arbeit beschweren aber dafür sind wir in Zeiten wie diesen dankbar. Ein Erlebnis war meine 4-Werkstour an einem Tag. Über verschiedene Landstraßen und Highways ging es in 13 Stunden von einem zum anderen Werk durch die beiden Carolinas. Am 17. November bei +24 Grad, blauen Himmel und Sonnenschein durch die herbstliche Landschaft zu fahren hat ungeheuer Spaß gemacht. Fotos gibt es keine, denn erstens wollte ich die Fahrt genießen und zweitens kann kein Foto (ohne Weitwinkel und während der Fahrt geknipst) nur im entferntesten die Schönheit des Gesehenen wiedergeben.

Ansonsten verläuft alles so wie Anja und ich es uns vorstellen.
Was zukünftige Pläne betrifft bewegen wir uns nur noch im Stealth-Modus und hier wird nach erfolgreicher Mission zu gegebener Zeit das De-briefing stattfinden.

Wenn es bei den Bösen einschlägt - ist er schon sicher zu Hause - Stealth rockt

Klickt weiter ab und an rein - könnte ja was Neues geben.

Montag, 2. November 2009

Eine TOtour

Wie schon kurz erwähnt bin ich seit zwei Wochen mit TO auf Tour.
Wie es dazu kam? Keine Ahnung.
Es gab diese kurze Email ob ich soweit sei mit TO rauszufahren und das wars.
TO, Ian und ich sprachen uns fix ab, wer welches Auto behält und dann wurde der Plan in die Tat umgesetzt.
Hierbei hatten wir völlig freie Hand und auch schon eine Ladung. Wir sollten uns nur vor der Abfahrt melden wer sich in welcher Unit befindet.

Eine lange Diskussion darüber gab es nicht. To´s Truck hat zwar ungefähr doppelt soviel Laufleistung wie meiner, was nicht an meiner Bequemlichkeit lag, sondern daran, dass Unit 419 in den 10 Monaten die ich sie fahren durfte rund 2/3 der Zeit in irgendwelchen Werkstätten entlang der Strecke verbrachte.
Gut die letzten zwei Monate gab es keinerlei Probleme mehr aber wenn ich Abends bei der Vorbereitung des Logbuchs schon nicht mehr die Fahrzeugnummer eintrage, weil ich nicht sicher sein kann ob ich am nächsten Morgen mit diesem Auto weiterfahre, sagt das schon einiges über das Vertrauen in die Zuverlässigkeit der CAT-Engine aus...
Wir fahren rund 12000 KM die Woche und da macht es keinen Spaß alle 10000 stehen zu bleiben.

In TO´s Unit sind zwei Kühlschränke, Mikrowelle, Kaffeemaschine, Computerhalterung und das Siriusradio sauber eingebaut und wären den Umbau nicht wert gewesen - vom Michelinmännchen auf dem Dach mal ganz abgesehen.
All das wollte ich auch immer einbauen... aber wie, wenn der Truck seine Wochenenden ständig außerhalb verbringt?
So musste ich nur ein paar persönliche Sachen umräumen und meinen Kühlschrank.
ja, wir haben drei Kühleinheiten dabei - genug vorgekochtes Essen für eine ganze Woche und lange Nächte kurz vor zu Hause falls die Brücke einmal wieder zu sein sollte.

Mein Sirius schlummert entweder zu Hause in der Boombox oder im Dodge. Die Muse um stundenlang dem modernen Volksempfänger zu lauschen finde ich eher nicht. Auf den langen Highways gibt es wenig Alternativen der Unterhaltung und ich wusste gar nicht wie sehr ich die 4 Stunden von Montag bis Freitag mit Howard Stern und seiner Crew vermisst habe. Die wohl beste und kontroverseste Radioshow aller Zeiten. Ich liebe sie!

Als aufgeschlossener Mann will man selbstverständlich über die Sorge und Nöte des anderen Geschlechts jederzeit informiert sein um darauf noch sensibler reagieren zu können und da gibt es nichts besseres als Cosmopolitan Radio.
Cosmo rangiert unter der Rubrik Entertainment, ich finde es passt aber besser unter Comedy - Wieso? Channel 111 auf Sirius...

Aber zurück zum Wesentlichen. TO und ich kennen uns schon seit Anbeginn auf PEI (er war drei Wochen früher hier), sind etliche Touren bei Shitfood zusammen gefahren (jeder im eigenen Truck), haben schon ein halbes Jahr zusammen gewohnt und auch schon etliche Kühe gemeinsam über die Klinge oder besser den Grillrost springen lassen. Eine Eingewöhnungszeit war deswegen nicht notwendig.

So machten wir uns auf zu unserem ersten gemeinsamen Run. Vom trip gibt es nichts zu berichten - lief alles wie gewohnt.
So waren wir trotz des erstens Schnees (erwartet keine Fotos von der weißen Scheiße) pünktlich nach 6 Tagen und 7K+ Meilen waren wir zurück uffe Insel.

Freitag, 23. Oktober 2009

Single sein ist blöd

Mein Singledasein bezieht sich nicht auf den privaten sondern auf den beruflichen Bereich aber das liegt zum Glück bereits hinter mir.
Anfang Oktober endete James und meine Partnerschaft im Truck.
Dazu nur soviel: es gab niemals Zwist zwischen uns und wir stehen weiterhin per SMS, Telefon oder Email fast täglich in Kontakt. Durch diese Entscheidung habe ich meinen bisher besten Partner verloren. James sieht es wohl auch so. Ein fettes Danke an ihn für das super halbe Jahr das wir zusammen arbeiten durften und den Spaß den wir hatten (z.B. Taylor-Trip).

Bad Guy in Anderson, SC

Somewhere in PA

Sonnenaufgang im Rücken in Virginia

Seit 8 Km oder 20 Minuten eiern wir hinter dem Traktor mit 16 Km/h
Gibt ja auch Null Platz zum überholen und viel zu viel Verkehr - PEI live...


Für uns beide ging es in der ersten Woche als Singledriver auf den Michelinrun...
So schafft man den Trip nur einmal die Woche und es zieht sich. Gleich nach der ersten Nacht konnte ich wieder verstehen wieso einige meiner Freunde und Bekannten, die Single fahren ständig am Telefon hängen oder online sind.
Es ist einsam, furchtbar langweilig und vermittelt mir das Gefühl nicht vorwärts zu kommen, wenn ich an dem Platz aufwache an dem ich ins Bett gegangen bin.
Nein das Singlefahren ist nichts für mich.

Bei der Begrüßung komm ich gerne wieder - North Carolina

Damit wurden hier "Big Bucks" gemacht

"Mein Amerika" - Sonne, 25 Grad (Mitte Oktober), und kein Verkehr

Kurz vor dem Michelinwerk in NC

Season 3 und kein bißchen langweilig - Indian Summer in Maine


Anja nutze die Gelegenheit und begleitete mich in der darauf folgenden Woche. Die meisten Fotos stammen daher von ihr. Der Trip ging von PEI nach Moncton von dort nach Truro und dann direkt nach Sandy Springs.
Als sie die ersten Palmen an der Straße stehen und das Thermometer sah, wusste sie warum ich so gerne in den Süden fahre.
Zurück gings über Waterville nach Bridgewater im Anschluß nach Dartmouth und von dort auf die Fähre gen Heimat.
Somit hatte sie die Gelegenheit einige der Michelinwerke kennenzulernen.
Hat ihr wie immer prima gefallen und wenn sie jetzt noch die Fahrerlaubnis hätte wäre sie mit Sicherheit mehr Trucker als ich wenn sie es nicht schon ist :-)

Hier wurde ein eine Fahrszene für einen Film gedreht - der Cop sichert ab

Gottesanbeterin in North Carolina an einem Rastplatz

Palmen am Straßenrand in South Carolina

Das tragen von versteckten Waffen ist verboten - nicht Waffen allgemein !?!...

Bergsee am Morgen in Neu Schottland


Eigentlich wollte ich nach 36 Stunden weiterrollen aber den Trip nach Montreal lehnte ich dankend ab.
Nicht mein Revier.
So gings zwei Tage später für mich auf meinen dritten Singlerun - selbstverständlich unter Michelinflagge.

Einmal Granton, Norwood und zurück nach Granton. Von dort nach Hause mit der Fähre. 3200 Meilen in 5 Tagen ist nicht schlecht für einen Single.
Der Zahltag stand an und der erwartete Schock hielt sich in Grenzen...
Es war noch immer doppelt soviel als ich jemals bei Seafood verdient habe aber doch bemerkbar weniger als man eben im Team schafft.

Diesmal blieb ich fünf Tage zu Hause, was mir und Tom die Zeit gab über ein neues Projekt nachzudenken und dieses auch gleich in die Tat umzusetzen - zum Wohle eines ausgewählten Personenkreises.
Ob ich darüber einen Blogeintrag verfassen werde steht noch offen.

Der ursprüngliche Gedanke für den längeren Aufenthalt zu Hause war aber der, der Personalabteilung Zeit zu geben einen neuen Partner für mich zu finden. In einem längeren Gespräch mit den Entscheidungsträgern äußerte ich, dass ich gerne jemanden hätte, der ungefähr mein Alter, genug Erfahrung und vorallem zumindest schon einen kanadischen Winter auf der Straße hinter sich hat. Teamfahren hat viel mit Vertauen zu tun und ich möchte nicht am nächsten Morgen tot aufwachen!

Er wurde gefunden:
Am Donnerstag Morgen erreichte mich eine knappe Email: "Good morning, Dave. Are you ready to go out with Torsten?"

Ja, war ich, wenn auch völlig unvorbereitet und überrascht. Wie sich das Ganze dann weiterentwickelt hat, gibt es demnächst zu lesen.

Jedenfalls sind TO und ich jetzt ein Team - "Auf gute Meilen!"

Montag, 5. Oktober 2009

Zurück nach Deutschland

Während ich unterwegs war, haben Anja und meine Mutter unseren bevorzugten Strandabschnitt erkundet. Die vorangegangenen Regenfälle haben beiden einige fröhliche Wasserdurchfahrten ermöglicht.


Die restliche Zeit bis zu meiner Rückkehr haben sie sich in den verschiedenen Malls und bei einer Grillparty bei Jochen vertrieben.


Gemeinsam mit Jill genoßen wir das letzte Eis für dieses Jahr bei Buzzies und fuhren dann noch schnell zu unserem Grillstrand. Heftiger und vorallem inzwischen kalter Wind verhinderte Weiteres und so begnügten wir uns mit einigen Fotoaufnahmen.


Unser letzter Ausflug führte uns nach New Brunswick zu den Hopewell Rocks.
Hier beträgt die Differenz zwischen Ebbe und Flut ca. 12(!) Meter. Pro Stunde steigt oder fällt der Wasserspiegel um 2 Meter.
Wir wanderten gute 10 Kilometer am Strand entlang um sechs Stunden später festzustellen, dass der komplette Strand verschwunden ist.
Ein beeindruckendes Naturschauspiel.


Viel zu schnell waren die 2 1/2 Wochen Urlaub vorbei und wir mussten meine Mutter zurück zum Flughafen bringen.
Wir hatten Glück, denn es war windstill und ein herrlich sonniger Tag, so dass wir die Überfahrt mit der Fähre komplett auf dem Sunshine-Deck verbringen konnten.


Ich glaube, meiner Mutter hat es wieder gut gefallen, denn sie zählt schon die Tage bis zum nächsten Urlaub :-)


Für Anja und mich heißt es jetzt erstmal wieder ranklotzen, denn in den nächsten paar Monaten stehen einige Veränderungen an...

Sonntag, 27. September 2009

Just Pics












Sonntag, 20. September 2009

Besuch die Zweite uuund Action bitte

Am 24. August holten wir meine Mutter am Flughafen ab. Leider war das Wetter nicht besonders, was Anja und mich aber nicht davon abhielt die Fähre aufs Festland zu nehmen. Geld und Zeit spart man damit zwar nicht, aber zumindest ein paar Kilometer und außerdem kann man auf der Fähre ganz ordentlich Frühstücken.

Oberbootsmann a.D. Kupplich - Immer eine Freude auf See zu sein

Wir hatten genug Zeit und stoppten an einem Liquorstore in Nova Scotia in dem man Erdinger Weißbier bekommt. Der Preis liegt zwar einige Cent höher als in Germanien, dennoch landete eine 12er Kiste auf der Ladefläche.

Mit nur zwei Stunden Verspätung verließ Muttern den Zollbereich (doof wenn 3 Maschinen zur gleichen Zeit landen).


Zurück gings wieder mit der Fähre und ohne Umwege nach Hause, da wir die guten Erdnußflips, Gummibären, Knoppers und sonstigen europäischen Leckerein in Empfang nehmen wollten.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Cavendish um ein paar Fotos bei Grandpas machen zu lassen. Wir entschieden uns für die victorianische Zeit vor einem Fireplace.


Hat gute drei Stunden in Anspruch genommen, bis wir die Bilder fertig gerahmt in Empfang nehmen konnten aber wir sind mit dem Ergebnis zufrieden.

Danach warfen wir einen Blick ins Wachsmuseum und in die Schwarzlichtminigolfanlage, was wir uns aber für ein anderes mal aufsparen wollten. Ausserdem stand Paris Hilton direkt am Eingang und damit hatte ich alles gesehen ;-)
Nein, ich schäme mich nicht, ich finde Paris cool.

Am Abend beehrten uns Frank, Tom und Ela. Der Wetterbericht ließ für den nächsten Tag nichts Gutes verlauten und so nutzten wir die Zusammenkunft bis zum Morgengrauen aus.

Katerstimmung am nächsten Morgen ;-)

Sonnenschein einen Tag später lockte uns zusammen mit Jill zu Cora´s zum Frühstück, anschließend zur Hippo Harbour Tour. Obwohl wir schon drei Sommer hier sind, haben wir es noch nie geschafft den örtlichen Touristenattraktionen einen Besuch abzustatten. Die Tour dauert knapp eine Stunde und führt in einem alten Amphibienfahrzeug aus dem Vietnamkrieg zuerst durch Charlottetown Downtown und anschließend im Atlantik durch den Hafen. Alles untermalt von der Geschichte der Stadt. Sehr unterhaltsam, interessant und ein empfehlenswerter Spaß.


Auf dem Weg zum Haunted Mansion in New Annan, stoppten wir beim RV-Händler. Hatte wieder absolut geile Trailer, aber um diese zu pullen brauchen wir erstmal einen größeren Truck ;-)
Haunted Mansion lohnt sich und bietet einige nette Gruseleffekte. Der anschließende Spaziergang durch den schön angelegten Garten lohnt sich ebenso.


Sport muss auch mal sein und so ging es weiter nach Cavendish zum Black-Light-Minigolf. Jill hat gewonnen... Ende der Geschichte ;-)

Zum Wochenende gabs bei Frank zum Einzug in die neue Bleibe eine... Grillparty!

Der nächste Ausflug führte uns zu PEI´s Nordkap und auf dem Rückweg über die Westspitze. Damit haben wir es in drei Sommer endlich geschafft zumindest alle "extremen" Punkte auf der Insel zu sehen. Sobald man den stinklangweiligen Highway verlassen hat und sich auf der alten Strecken Richtung Brooklyn bewegt, ist es eine Fahrt auf der es tausend Kleinigkeiten zu sehen und entdecken gibt. Als Beispiel sei hier ein Strand genannt an dem man gute 6 Km mit dem Truck direkt an der Wasserkante langfahren kann.
4x4 und gute Reifen sind Pflicht, sonst hat der Spaß im lockeren Sand ein schnelles Ende!


Sehenswert sind die vielen kleinen Fischerdörfer und Wharfs.


Am Nordkap gibt es neben der herrlichen Küstenlinie auch noch Seacows zu beobachten, im Schatten der naturverschandelden Windkraftanlage...

Sie:"Kuck mal hier" - Er: "Seh ich, mach grad ein Foto davon"

Sehr cool ist, dass man jeden noch so kleinen Track befahren darf. Als der Weg schließlich schmaler als der Truck wurde fragte ich doch lieber ein paar entgegenkommende Fußgänger ob es nach der nächsten Biegung ein Durchkommen geben würde.
Das nette ältere Pärchen freute sich einen Landamann zu sehen - ich hatte mein Maine T-Shirt an. Als ich ihnen erzählte, dass wir Deutsche seien, freuten sie sich noch mehr und meinten sie seinen Pennsylvania-Deutsche - ah, alte Schwarzwälder also.


Im Gegensatz zu Deutschland wurde ich nicht dafür dumm angelabert, was ich hier mit einem KFZ zu suchen hätte, sondern sie freuten sich, dass wir dem Truck eine Ausfahrt in dem Gelände gönnte wofür er gebaut sei. Das inzwischen dazugekommene kanadische Paar sah es genauso.
Hab ich schon erwähnt, dass wir Land und Leute lieben?
Zurück ging es dann im Rückwärtsgang aber das war für unser blaues Eisenschwein kein Problem.


Auf dem Heimweg entdeckten wir noch einige schöne Aussichtspunkte und ließen es uns nicht nehmen gleich noch durch Alaska zu fahren.


Beim Chinesen in Charlottetown beendeten wir unseren 400 Km langen Ausflug in den westlichen Teil von PEI.


Es ist eben nicht nur eine Insel, sondern eine Provinz - soviel zur Größenangabe...

Donnerstag, 10. September 2009

Fearless

Wie schaffe ich es, die ganzen Eindrücke widerzugeben ohne ein halbes Buch zu schreiben?

Gar nicht und deswegen werd ich auch keine Konzertbericht abliefern, denn damit würde ich spoilern und jeder der sich die Show noch ansehen möchte wäre um einige tolle Momente beraubt.

Vor der Arena:

Kurz nach 15.00 Uhr - wir waren die ersten am Bi-Lo Center

Während immer mehr Taylor Swift Klone eintreffen (junge Mädchen im Sundress mit Cowgirlboots) läuft die Fanbetreuung professionell und kostenlos.
Vom örtlichen Radiosender wurden James und ich sogar per Handschlag begrüßt, kostenlose Fotos für Taylor´s Website konnten gemacht werden, Teilnahmekarten für "Meet Taylor" wurden verteilt usw.


Die Stimmung ist hervorragend und die Aufregung deutlich zu spüren. Als pünktlich um 18.00 die Pforten geöffnet werden, gibt es weder Gedrängel noch Unmutsäußerungen anderer Art. Alles vom Kartenknipser über den Getränkeverkauf und Fanartikel ist bis ins Kleinste perfekt organisiert.

Endlich drinnen:

Man hat nie das Gefühl, dass man abgezockt werden soll, denn alle Fanartikel gibt es steuerfrei und auch an den Freßbuden bekomme ich 591 ml Wasser für 3.50 Dollar. Für ein Konzert ist das ein guter Preis.

Mir alles Wurst, Taylor-Shirts habe ich, eine Taylor-Barbie brauch ich nicht (noch nicht *g*), ich will jetzt meinen Platz finden.
Unzählige Ordner wünschen einen schönen Abend und geleiten mich freundlich zu meinen halben Quadratmeter den ich teuer bezahlt habe.
Ab jetzt bin ich aufgeregt, denn ich bin nur fünf Meter von der Bühne entfernt.

Links neben mir hat ein Teeniepärchen Platz genommen und an meiner rechten Seite tummelen sich Zwei, die in den frühen Fünfzigern das Licht der Welt erblickt haben dürften und vor mir nimmt ein Paar in ungefähr meinem Alter Platz. Jede Altersklasse ist vertreten.

Immer wieder geht ein Aufschrei durch die Halle, wenn ein Heiratsantrag per sms über die riesigen Videoleinwände flimmert oder Sprüche wie:" You r never to old 4 Taylor Swift"" aufblitzen. Man könnte die Stimmung mit fröhlich bis ausgelassen beschreiben ;-)

Nächstes mal bin ich noch dichter dran ;-)

Die Wartezeit bis zur ersten Vorgruppe wird mit Rauchen und Wassertrinken überbrückt.
Ab da geht alles ganz fix. Den Namen der Combo hab ich gleich wieder vergessen, da mich ihre Mucke absolut kalt ließ.

Kellie Pickler startete ihren Auftritt mit "Best day (of your Life)" ihrem aktuellen Hit. Schon cool, wenn man sie bisher nur aus Videos oder "American Idol" kennt und sie direkt vor einem steht.
Sie kann singen, macht eine gute Show und trotzdem mag ich sie irgendwie nicht - keine Ahnung wieso - aber wegen ihr bin ich auch nicht hier.
Gut, den letzten Song fand ich dann schon cool - Toby Keith singt über seinen Pick Up Truck (so wie fast jeder Countrysänger irgendwann) und Kellie über ihre "Red High Heels". Sie ist nicht schlecht, nur eben nicht meins.

Kellie Pickler

Ab jetzt dauert es noch knapp 20 Minuten bis die Bühne umgebaut ist und ich erleben darf, ob das was gleich kommt, tatsächlich die knapp 1000 Dollar wert ist, die ich für dieses Ereignis bis dato investiert habe...

Als der erste Akkord von "You Belong With Me" ertönt, sich der Vorhang langsam öffnete, sich die Halle in einen Hexenkessel verwandelt und Taylor in der Schulbanduniform per Hydrauliklift auf der Bühne erscheint, nur um ein paar Takte später gerade mal fünf Meter von mir entfernt zu stehen, weiß ich: "Ja, es war jeden Cent wert!!!"

Was ab jetzt die nächsten zwei Stunden abging kann ich nicht beschreiben, denn erstens möchte ich niemanden, der sich die Show noch anssehen will zuviel verraten und zweitens hat es meine Erwartungen dermaßen übertroffen, dass mir dafür die Worte fehlen.

Ihr fehlen die Worte ob des tosenden Applauses

Es war kein Konzert, es ist eine Show, eine gewaltige Show. Ich dachte ich hätte eine Vorstellung, nachdem ich zig stunden Videos, Interviews, Berichte und wer weiß was noch gesehen habe... Taylor Swift live auf der Bühne hat die Gabe ihr Publikum zu fesseln, es zu verzaubern und für zwei Stunden komplett in ihren Bann zu ziehen, den keine Kamera jemals einfangen kann.

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Meine absolute Lieblingsstelle in dem Song - Leider auch das Ende vom Konzert

Es war das absolut Beste, was ich je auf einer Bühne erlebt habe - bei der nächsten Tour bin ich auf alle Fälle erneut live dabei!

Selbst James war davon so begeistert, dass er meinte, ich dürfte ihn jetzt ab sofort als neuesten Taylor Swift Fan bezeichnen.

Ein paar mehr Infos gibt es hier und da.

Sind Links zum Greenville Tageblatt. Der erste Link ist ein Interview einen Tag vor dem Konzert, der andere ein Review.